Interdisziplinäres Prostatazentrum

Aus der ursprünglichen “Praxis für Brachytherapie” hat sich im Laufe der Jahre ein sehr aktives interdisziplinäres Prostatakrebszentrum entwickelt, welches seinen Schwerpunkt entwicklungsgeschichtlich natürlich im Bereich der LDR-Brachytherapie hat.

Wie bei erfolgreichem Fussball handelt es sich bei erfolgreichen Prostatazentren um gut einstudiertes Teamwork. Unsere Patienten profitieren von der vertrauensvollen Zusammenarbeit von Strahlentherapie und Urologie, welche individuell ergänzt wird durch eine bundesweite Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten aus Radiologie, Nuklearmedizin und Pathologie.

Seit 2015 führen wir für Patienten unserer kooperierenden Urologen transperineale Biopsien durch. Seit 2018 sind wir in der Lage, diese transperineale Biopsie nicht nur als „kognitive“ Fusionsbiopsie, sondern als „softwarebasierte“ Fusionsbiopsie durchzuführen. Durch die Kompatibilität der Fusionssoftware mit der Bestrahlungsplanungssoftware sind wir als erstes Europäisches Brachytherapiezentrum in der Lage, die in der Fusionsbiopsie gewonnenen Daten direkt in eine spätere Bestrahlungsplanung mit Seeds zu übernehmen. Dies führt zu einer weiteren Steigerung der Präzision.

Kooperationen mit urologischen Einrichtungen:

Wir kooperieren intensiv mit zahlreichen niedergelassenen Urologen. Viele Eingriffe werden gemeinsam durchgeführt.

Wir leben die interdisziplinäre Zusammenarbeit seit 2002, seit der Gründung unserer Praxis und sind somit Pioniere der interdisziplinären sektorenübergreifenden Versorgung, wie sie in den letzten Jahren zunehmend auch von der Politik gefordert wird.

Das Kath. Marienkrankenhaus Hamburg ist seit 2006 unser Kooperationspartner für stationäre Behandlungen:

Im Rahmen gemeinsamer Fallkonferenzen werden alle Patienten in Expertengremien, welche sich in unterschiedlicher Zusammensetzung aus Strahlentherapeuten, Urologen, Radiologen, Pathologen, Nuklearmedizinern u.a. zusammensetzen, besprochen. Zahlreiche niedergelassene Urologen sind ebenfalls in diesem Prostatazentrum tätig.

Es besteht für jeden Patienten auch die Möglichkeit zu einem sog. “Interdisziplinären Gespräch”, bei welchem er die Möglichkeit hat, sich gleichzeitig von den drei im Prostatazentrum vertretenen Spezialisten beraten zu lassen. Für die Brachytherapie ist dies Dr. Jörg Zimmermann, für die operative Urologie Dr. S. Fernandez de la Maza, für die externe Strahlenbehandlung einer der Partner aus der Strahlentherapiepraxis im Quartier 21 oder Mörkenstrasse..

Dieses Vorgehen empfiehlt sich aufgrund der Komplexität solcher Gespräche vorwiegend für sehr gut vorinformierte Patienten.

Für externe Urologen oder Hausärzte besteht die Möglichkeit, besondere Patienten oder Fragestellungen persönlich oder per Schriftanforderung in den gemeinsamen Konferenzen vorzustellen und zu erörtern.

Kooperationen mit strahlentherapeutischen Einrichtungen:

Weitere engere Kooperationspartner sind die Strahlentherapeutischen Einrichtungen in HH-Altona, HH-Barmbek, HH-Harburg, HH-Langenhorn und Elmshorn sowie das UKSH Lübeck. Für überregionale Patienten haben wir in fast allen Regionen Deutschlands Kooperationspartner, die z.B. bereit sind, bei kombinierten Bestrahlungskonzepten die perkutane Bestrahlung wohnortnah durchzuführen (u.a. Berlin, Bremen, Freiburg, München, Köln, Stade, Weilheim, Wiesbaden).